Die Liebe bleibt! 6. März 2020

Kreuzweg
Kreuzweg

Das Leiden und Sterben Jesu von Nazaret ist heute Ausgangspunkt für die Versöhnung. Menschen mit den unterschiedlichsten Auffassungen sind bereit, sich auf das Leiden und Sterben Jesu einzulassen, um das Leiden der Menschen heute besser verstehen zu können. 
Schon seit Jahrhunderten ziehen Christen aller Konfessionen nach Jerusalem, um an den Stätten des Lebens und des Leidens Jesu über seine Botschaft, seinen Weg, seinen Kreuzweg nachzudenken. Sie hatten das Bedürfnis, ein Stück Jerusalem mit in ihre Heimat zu nehmen. Diesem Bedürfnis entstammen die Kreuzwegstationen, die man heute noch in vielen Kirchen findet. 
Weil immer wieder Menschen andere ans Kreuz schlagen, darum korrespondieren die Leiden unserer Zeit mit dem Geschehen auf Golgota. Der Weg, den Jesus ging, macht deutlich, dass Leiden nicht nur als blindes Schicksal erfahren werden kann, sondern auch als Weg der Versöhnung.

 

Im Jahr 1969 hat HAP Grieshaber seinen Kreuzweg der Versöhnung mit 14 Stationen für die Bruchsaler Hofkirche fertiggestellt. Im Jahr 1973 ist der Kreuzweg der Jugend ökumenisch geworden. Der evangelische Pfarrer Uwe Seidel hat dem Kreuzweg in seinen ökumenischen Anfängen gemeinsam mit dem Dominikanerpater Diethard Zils, textliche und grafische Impulse gegeben. Seit 1974 erscheint der ökumenische Kreuzweg der Jugend mit jährlich wechselnden Inhalten, aber immer mit sieben Stationen. Aus der katholischen Tradition der Kreuzwege und aus der evangelischen Tradition der Passionsandachten ist eine ökumenische Form entstanden, die sich im Laufe der Jahre zu einer Bewegung über trennende Grenzen und Mauern hinweg entwickelt hat. 

In einem kleinen Buch begegnen die Bilder von HAP Grieshaber den Texten von Uwe Seidel, Diethard Zils und Alois Albrecht aus den ökumenischen Kreuzwegen der Jugend der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Bilder und Texte haben bis heute nicht an Aktualität verloren In neun Stationen, die biblisch belegt sind, treffen Texte aus den Kreuzwegstationen auf die Holzschnitte von HAP Grieshaber. Das Leben, das Leiden und Sterben Jesu von Nazareth und die lange christliche Tradition der Kreuzwege verbinden sich mit unserer Gegenwart, immer wieder. Wer sich auf den Kreuzweg Jesu begibt, der geht zu den Menschen, bleibt in der Hoffnung und trägt den Himmel in sich, denn die Liebe kannst du nicht begraben. Die Liebe bleibt. 

Hans-Jürgen Netz 

Neuer Text.

WORKSHOP VIELFALT UND TOLERANZ, 8. November 2019

Workshop Vielfalt und Toleranz
Workshop Vielfalt und Toleranz

Was heißt für Dich Vielfalt?          Was heißt für Dich Toleranz?
Und hast Du Dich mal gefragt, welche Vorurteile und Stereotype vielleicht noch in Dir schlummern?

Hast Du Lust Dich mit diesen Fragen auseinandersetzen? Zum Workshop "Vielfalt und Toleranz" laden Euch die CulturKirche Oberberg und die KJA LRO ein: Er richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene ab 14 Jahren.

Wann: 8. November von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr, CulturKirche Oberberg. Die Teilnahme ist kostenfrei. Für Essen und Getränke wird gesorgt. Für Fragen und Infos: Stephan Berger, Telefon: 0176-21435076, E-Mail: Stephan.Berger@kja.de

Ein unbequemer Begriff
Ein unbequemer Begriff

ZIEH' HINAUS IN DIE HEIMAT, 25. Oktober 2019

GRENZENLOS SINGEN, 11. Oktober 2019

Miteinander singen
Miteinander singen

Ein Abend voller fröhlicher Stimmung und Gesichter. Miteinander singen macht nicht nur Spaß, sondern tut auch sehr gut. Ganz nebenbei bekommt das Miteinander eine tolle Atmosphäre, vor allem wenn fremde Menschen miteinander singen. Kommen Sie zum Mitsingen und bringen Sie am besten noch jemanden mit. Sie werden gut gelaunt den Abend erleben und vermutlich auf das nächste Mitsingen schon Ausschau halten. Das Mitsingen wird professionell unterstützt von Dörte Behrens und Michael Reimann.

Dörte Behrens ist Pianistin und Chorleiterin. Sie hat an der Düsseldorfer Musikhochschule lnstrumentalpädagogig studiert, ist selbstän­dige Klavierlehrerin und an mehreren Musik­schulen in Oberberg tätig. Ihr Anliegen ist es, den Menschen Freude durch die Musik zu ver­mitteln. Michael Reimann studierte an der Kölner Musikhochschule Dirigieren und Chorleitung. Er war Produktionsassistent und Chorleiter am WDR in Köln und ist Autor verschiedener Verlage. Heute gibt er als Multi-Instrumentalist Seminare und Konzerte in ganz Europa und wirkt als Kom­ponist, Pianist und Musik-Produzent in Engel­skirchen.

WAS UNS TRÄGT, 3. Oktober 2019

Was uns trägt
Was uns trägt

Es fing alles an, als Willibert Pauels nach einem gemeinsamen Benefizkonzert …
                        … Eddi Hüneke fragte, ob er nicht Lust hätte, zusammen mit seinem Begleiter Tobi Hebbelmann mit ihm gemeinsame Sache zu machen. Eine Kirchen-Tour.

Der Musiker zögerte nicht lange. Von Haus aus an Theologie und Sinnfragen interessiert, schien ihm die Zusammenarbeit mit dem Diakon und Kabarettisten Willibert Pauels mehr als nur Spaß zu verprechen. Herausgekommen ist ein wahrhaft beseelendes und beflügelndes Programm, bei dem die Künstler nicht nur aus ihrem Repertoire schöpfen, sondern uns einladen, neue Seiten von ihnen - und vielleicht von uns selber - kennenzulernen.

Erste Termine:

Do. 03.10.2019, 18 Uhr, +Culturkirche Oberberg, Em Depensiefen 4, 51766 Engelskirchen - Kein Vorverkauf. Die Künstler spielen ohne Eintritt, aber nicht ohne Gage: Um großzügige Spenden wird gebeten.

HIMMELSBOTEN, 27. September 2019

Himmelsboten, Lesung alttestamentlichen Texten
Himmelsboten, Lesung alttestamentlichen Texten

„Himmelsboten“ nennen die Schauspielerin Heike Bänsch und die Musikerin Rena Meyer Wiel ihre Lesung mit alttestamentlichen Texten in hebräischer und deutscher Sprache.  

Mit dieser Veranstaltung soll über das Thema der Engel eine Annäherung an Judentum und Christentum erfolgen. Denn diese Himmelsboten kommen in allen drei abrahamitischen Religionen vor, auch im Islam. 

Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema will Respekt und Anerkennung zeigen gegenüber der jeweiligen anderen Religion. Vor allem aber will sie Gemeinsamkeiten erlebbar machen.

SCIVIAS - WISSE DIE WEGE, 6. September 2019

CKO_Teaser_9_Scivias
CKO_Teaser_9_Scivias

„In der Musik hat Gott den Menschen die Erinnerung an das verlorene Paradies hinterlassen.“ (Hildegard von Bingen)

Mit der Schauspielerin Ute Kaiser, dem Klarinettisten Waclaw Zimpel und dem Perkussio-nisten Klaus Kugel, trifft ein internationales Trio zusammen, das sich schon von vielen Begegnungen her kennt, und u.a. im Altenberger Dom, in der Stiftskirche des Klosters Marienfließ, sowie in der Klosterkirche Jerichow zu hören war.

Über das Programm:

In der Zeit der heiligen Hildegard von Bingen (* 1098 - †17. September 1179), klangen ihre Werke außergewöhnlich neu und avantgardistisch! Die Kompositionen, Lieder und Texte der Universallehrerin des Mittelalters, bezaubern noch heute die Menschen in ihrer Aktualität und geistigen Weite.

Ihre wunderbaren Melodien und tiefgründigen Visionen sind die Aus-gangsbasis und der Atem, von dem sich das Trio inspirieren und leiten läßt. Sie tragen die Rhythmen, Klänge und Verse voran und kehren immer wieder zu ihnen zurück. So entsteht eine Atmosphäre von Raum und lichter Klarheit im weiten Spektrum zwischen mittelalterlichen Sakralen Klängen und heutiger moderner Musik; außergewöhnlich, avantgardistisch, archaisch und zeitlos vertraut.

Musik hatte für Hildegard von Bingen eine ganz besondere Bedeutung: Als Spiegel der himmlischen Harmonie brachte die Musik die Menschen Gott nahe. Sie selbst verfasste  über 70 Gesänge, die als Symphonia Armonie Celestium Revelationum („Symphonie der Harmonie der himmlischen Erscheinungen“) bezeichnet werden.

Sie schrieb: "Die ganze Welt ist erfüllt von Klang und jedes Geschöpf hat einen Ton.“

MENSCH, WO BIST DU?, 6. Juni 2019

Erwartungen Workshop
Erwartungen Workshop

Im Gespräch mit dem Künstler Uwe Appold und der Psychopädin Petra Weiss, sowie der Schauspielerin Heike Bänsch werden die Erfahrungen über die Auseinandersetzungen mit der Ausstellung besprochen und ein Ausblick versucht.

Der bekannt Klarinettist Rolf Feymonville spielt mit seiner begeisternden Gruppe Klezmer. 

 

Einladung zur Projekt-Teilnahme
 
Die +CulturKirche Oberberg bietet vom 7. April bis 6. Juni 2019 ein Kunst-Projekt des Flensburger Künstlers Uwe Appold, das sich zwei Themenkreisen widmet. Diese stehen in inhaltlicher Verbindung und eignen sich im Rahmen von Workshops oder anderen Angeboten für Schüler als auch Lehrer.

„Mensch, wo bist Du?“ (Genesis 3,9) – wenn es um unser Miteinander und unsere Beziehung zu Gott geht. Wenn es um den Schutz von Mitwelt und Umwelt geht, also den Schutz der Schöpfung mit allem, was in ihr lebt und ist? Dem Ort, den wir Zuhause nennen.

Im gemeinsamen Dialog mit Schülern und ihren Lehrern, mit Bürgern und kommunal Verantwortlichen, mit Kunstschaffenden und Glaubensvertretern gestaltet die +CulturKirche Oberberg ein Projekt als Weg, um aktiv selbst eine Antwort auf die Frage „Mensch, wo bist Du?“ finden und formulieren zu können. Eine Standortbestimmung, individuell und subjektiv, vielfältig und respektvoll und vor allem menschlich. Mitten im Alltag mit Menschen anderen Glaubens und anderer Kultur eigene Grenzen wahrnehmen und achten können, ohne sich selbst dabei die Freude an der Verschiedenheit zu nehmen. Und darüber hinaus den Mut zu entwickeln Verschiedenheit – oder das Fremde – als bereichernd zu erkennen.

Das Projekt ist – um es mit Grönemeyers Worten zu sagen – alles, außer gewöhnlich. Denn die +CulturKirche Oberberg wählt Kunst als Einstieg in den ca. 8-wöchigen interdisziplinär kulturellen Dialog. Den Auftakt (Fr.-Sa., 4.-6. April) bildet ein Workshop für Schüler der Mittel-/Oberstufe bzw. für junge Erwachsene mit dem Bildhauer und Maler Uwe Appold, der das aktuelle MISEREOR Hungertuch 2019/2020 geschaffen hat. Hinzu kommt ein Workshop für Lehrer am Donnerstag, 6. Juni, 09.30 bis 17.00 Uhr. Der Künstler gibt Einblick in seine Art der Umsetzung des Themas und erläutert, wie es für ihn war, Original-Erde aus dem Heiligen Land in seinem Kunstwerk zu verarbeiten. Das Hungertuch wird in dieser Zeit in der +CulturKirche zu sehen sein.

Es ist bestimmt für alle Beteiligten spannend, den Unterricht im Rahmen eines Workshops von der Schule an einen außergewöhnlichen Ort zu verlagern. Wir sind gerne für Sie da, wenn Sie eines Ihrer Unterrichtsthemen mit einem der Workshop-Themen verknüpfen wollen. Unsere +CulturKirche kann Ihr spiritueller Klassenraum sein. 

Für den zweiten Themenkreis hat Uwe Appold den Bilderzyklus „Erwartungen – 20 Bilder zum Tagebucheintrag der Anne Frank 15. Juli 1944“ geschaffen. Auch dieser Zyklus wird während der gesamten Projektlaufzeit in der +CulturKirche zu sehen sein. In seinen 20 Bildwerken zeigt der Künstler seine Sicht von „ERWARTUNGEN“, von denen Anne Frank in ihrem Tagebucheintrag schreibt. Der Bilderzyklus bringt das Phänomen des Antisemitismus bzw. der Judenfeindschaft abstrahiert ins Hier und Jetzt und nähert sich damit dem immer wieder aufkeimenden Phänomen. Die +CulturKirche widmet sich mit diesem Projekt der Analyse des Phänomens, um im gemeinsamen Dialog hilfreiche Impulse und Ideen für den alltäglichen Umgang mit Antisemitismus und Ausgrenzung von Fremdem zu diskutieren. Diskutieren Sie und Ihre Anvertrauten mit.

Es würde uns sehr freuen, wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen, um Ihre Fragen und Themen zu besprechen und Möglichkeiten für Ihre Einbindung finden. Eine Liste der bisherigen Workshop-Themen finden Sie im Anhang.

Das Projekt ist ein Gemeinschaftsprojekt der +CulturKirche Oberberg, MISEREOR, der Oberbergischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V., Halle 32, Ev. Kirchenkreis An der Agger, Volksbank Oberberg e.V., Kath. Bildungswerk im Oberbergischen Kreis, Kath. Jugendagentur Oberberg.

Es liegen umfangreiche Arbeitsmaterialien und Unterrichtsreihen vor. Diese sind zu beziehen über www.misereor.de und www.deutscher-koordinierungsrat.de. Infos zum Zyklus Erwartungen und über den Künstler Uwe Appold finden Sie auf seiner Internetseite www.uwe-appold.de 

JAHRTAUSEND-LITERATUR, 1. Juni 2019

CKO_20190601_Jahrtausendliteratur
CKO_20190601_Jahrtausendliteratur

Ein unterhaltsamer Abend, keine strenge Lesung im üblichen Sinn. Die Macher Martin Kuchejda, Winfried Bode und Stefan Heidtmann wollen ihr Publikum mit schönen und wichtigen Texten aus 2000 Jahren Weltliteratur begeistern. Das beginnt mit dem „Hohelied der Liebe” aus der Bibel und endet mit Peter Lichts „Lied gegen die Schwerkraft”. 

Zum Programm gehören Songtexte genauso wie Passagen aus Romanen, Auszüge aus Märchen, klassische und moderne Lyrik. Es geht also munter hin und her, wenn Martin Kuchejda, Leiter der Halle 32, und der Kölner Musiker Winfried Bode lesen. Ihre Auswahl ist eine rein subjektive. Sie haben jenes für diesen Abend herausgepickt, was ihnen am besten gefällt. Beispielsweise bringen die beiden die berühmte Schilderung aus Thomas Manns Roman „Buddenbrooks” zu Gehör, in der Senator Buddenbrook ein Zahn entfernt wird. Aber auch die Sterbeszene aus Karl Mays „Winnetou III” bekommt ihren Raum. 

Stefan Heidtmann kann an dieser Stelle natürlich nicht anders, als begleitend die berühmte Filmmusik anzuspielen. Er illustriert die Texte am Klavier, assoziiert passende Kompositionen und findet die richtige Klangfarbe – spielt etwa mit arabischen Motiven, wenn aus „Tausendundeine Nacht” gelesen wird. Der Spaß an Literatur und Musik steht bei der „Jahrtausendliteratur” im Vordergrund. Dabei öffnet sich Gelegenheit, den einen oder anderen Text für sich zu entdecken. Zur Jahr-tausendwende 1999 gab es im damaligen Gummersbacher Kulturzentrum Bruno-Goller-Haus eine ähnliche Veranstaltung. Daran knüpft das Trio heute an, versieht den anderthalb-stündigen Abend jedoch mit seiner eigenen Herangehensweise und immer wieder mit Augenzwinkern …

DEM SCHÖNEN EIN BLICK, 17. Mai 2019

Workshop für Schüler
Workshop für Schüler

Wer bin ich? Wer bist du? Wer sind wir? Wer ist Gott? Wie kann ich mich ihm nähern? Wie inszeniert jede und jeder seine Person? Was ist die Bühne? Große Fragen, die uns tagtäglich umtreiben, mal mehr, mal weniger. Der tägliche Versuch, in Gott ich, du und wir zu werden. Ein Workshop, der es in sich hat und spannend ist wie das Leben. Ein Angebot für Jugendliche auf der Suche. Es ist ein Wunder, dass ich nicht alle Erwartungen aufgegeben habe, denn sie scheinen absurd und unausführbar. Trotzdem halte ich an ihnen fest, weil ich noch immer an das Gute im Menschen glaube. Samstag 15. Juli 1944

IN LUCE - IM LICHT - 10. Mai 2019

In Luce, ein ungewöhnliches Konzert
In Luce, ein ungewöhnliches Konzert

In Luce (2015) für Gitarre solo 8'

Skordatura: Eb G d g b e1

Uraufführung der Version für Gitarre solo am 17.10.2015 Palazzo Cammozzini, Verona. Wulfin Lieske, Gitarre

"In Luce" für Gitarre entstand im September 2015 als Teil meiner gleichnamigen Komposition für gemischten Chor zu acht Stimmen. Sie wurde vom Europäischen Kammerchor mit Fördermitteln des Landesmusikrates NRW in Auftrag gegeben - die Uraufführung fand am 14.11.2015 in St. Agnes in Köln statt. Im Februar 2016 habe ich das Werk zu einer Gesamtfassung für Sopran, Gitarre, Streichorchester und Chor erweitert.

Als ein Hymnus auf den Frieden beschränkt sich die Chorfassung des Werkes auf zwei kurze Textzeilen: "Uomo nell' luce - Terra in pace". Wie in einem Mantra wie-derholen sich diese Worte unablässig - "Uomo..." ist dabei den Frauenstimmen und "Terra..." den Männern zugeordnet. "In Luce" (2015) ist eine Ode an die Schönheit, einer Schönheit des Kosmischen jenseits menschlicher Schöpfung, entstanden in dem tiefen Glauben, dass das "Licht im Menschen" die Voraussetzung für den "Frieden auf Erden" ist.

Spiegelt der Chor die Schönheit der kosmischen Ordnung wider, so verkörpert die solistische Gitarre den Menschen in seinem Streben nach spiritueller Vervollkommnung. Die fünf Teile "Cadenza", "Plainte", "Love Song", "Toccata", "In Pace" sind menschliche Stationen auf diesem Weg.

Außerdem: 

Johann Sebastian Bach - Partita d-moll BWV 1004 (arr. Wulfin Lieske)
Allemanda - Corrente - Sarabanda - Giga - Ciaccona
Eduardo Sainz de la Maza - Evocación Criolla
Antonio Lauro - Valses Venezulanos

ERWARTUNGEN - 7. April 2019

20 Bilder zum Tagebucheintrag der Anne Frank
20 Bilder zum Tagebucheintrag der Anne Frank

Es ist ein Wunder, dass ich nicht alle Erwartungen aufgegeben habe, denn sie scheinen absurd und unausführbar. Trotzdem halte ich an ihnen fest, weil ich noch immer an das Gute im Menschen glaube. Anne Frank, Tagebuch, Samstag 15. Juli 1944

In der Soziologie beschreibt der Begriff Erwartung die Annahme eines Handelnden darüber, was ein anderer oder mehrere andere Personen tun werden oder würden. Maßgeblich sind dafür die Erfahrungen des Menschen, mit deren Hilfe er gelernt hat, durch Beobachten vorausschauen zu können. Dadurch kommt der Erwartung die Bedeutung als Antrieb für gesellschaftliches Tun und Handeln zu. Das Erwartete ist das, was noch nicht präsent ist, deshalb kann es nicht in Erscheinung treten.

Zuversicht, Hoffnung und Gewissheit sind Projektionen auf die Voraus-Kenntnis, wie sie Prognosen eigen sind, mit deren Hilfe Aussagen über Ereignisse, Zustände oder Entwicklungen in der Zukunft gewagt werden. Die Antike kennt das Orakel, das innerhalb eines festgelegten Rituals Antworten auf Zukunfts- oder Entscheidungsfragen gab, die zumeist von transzendentem göttlichen Offenbarungscharakter waren. Der Zyklus Erwartungen gibt keine Antworten auf zukünftige ungestellte Fragen. Die 20 Bilder spiegeln vielmehr den immer gegenwärtigen Stand von Befindlichkeiten, Einsichten, lapidaren Einschätzungen und Abwägungen, wenn es um den schmerzhaften Umgang mit Verlusten geht, auch wenn es sich um die eigene Existenz handelt. Immer geht es darum. Auf quadratischen, verwaschenen grauen Gründen behauptet sich eine verknappte Bildsprache, deren Vokabular bemüht ist, sich prägnant auszudrücken, ohne Formen festhalten zu wollen. Alles scheint in Bewegung zu sein, selbst die geschriebenen Kommentare greifen nicht in die Deutung des Geschehens ein.

Die Arbeiten bilden verschiedene Momente des Dazwischen-Seins ab. In der Balance des Augenblicks formulieren die Titel keine Vorausschau auf eine zu erhoffende Fülle von normativen Erwartungen. Ähnlich dem Moment, hat der Augenblick keine spezifische Zeitspanne. Er kann lang sein in der Entschleunigung, bis die Erwartungen sich erfüllen zwischen zwei Atemzügen. Oder auch nicht. In 20 Momenten der Schwebe zwischen Lebenswirklichkeit und Hoffnung reflektieren die Bilder Zustände des nicht Vorstellbaren, das uns die 15 jährige Anne Frank zu unserer Verantwortung am 15. Juli 1944 überlassen hat.

Die Eröffnung wird musikalisch durch Regionalkantor Bernhard Nick an der Orgel und durch Herrn Reinhold Müller an der Violine begleitet.

MENSCH, WO BIST DU?, 5. April 2019

Das Original Hungertuch von Misereor vom 7.4. bis 6.6.2019 in der +CulturKirche Oberberg. Der Maler ist zu betimmten Terminen ebenfalls anwesend.
Das Original Hungertuch von Misereor vom 7.4. bis 6.6.2019 in der +CulturKirche Oberberg. Der Maler ist zu betimmten Terminen ebenfalls anwesend.

Das neue MISEREOR-Hungertuch hat der Flensburger Künstler Uwe Appold entwickelt. "Mensch, wo bist du?": Mit dieser Frage sucht Gott die ersten Menschen im Paradies. Uwe Appold lädt uns ein, im Entdecken und Entschlüsseln unsere eigenen Antworten zu finden:

Wo stehst du und positionierst Dich? Wofür stehst du auf?

Wer bist du? Wo zeigst du Gesicht und Zivilcourage?

Leuchtendes Blau, rissige Erde, rot umrandete Steine, ein leuchtend-goldener Ring, ge-heimnisvolle Schriftzeichen, Kreuze und eine rot-blau bekleidete Figur. Die Symbolspra-che des Künstlers Uwe Appold fordert uns zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit dem Bild auf: „Ich erwarte nicht, dass die Betrachtenden alles nachvollziehen, was ich hineingesteckt habe. Ich wünsche mir, dass die Menschen ihre eigenen Geschichten ein-bringen in das, was ich gemalt habe.“ 

DAS BLAU 

Das tiefe und leuchtende Blau steht für das lebensnotwendige Wasser und den unendlichen Himmel. In der christlichen Symbolsprache ist es die Farbe des Glaubens, der Zuverlässigkeit und der Treue. Maria als Mittlerin und Himmelskönigin wird oft mit blauem Mantel dargestellt: Blau verbindet Erde und Him-mel. 

DAS ROT 

Rot steht symbolisch für die Liebe und das Leiden. Gleichzeitig ist es die Farbe des Heiligen Geistes (Pfingsten). 

DIE ERDE 

Die Erde stammt aus dem Garten Gethsemane in Jerusalem, dem Garten, in dem Jesus verhaftet worden ist. Erde trägt diese Vergangenheit in sich und lässt aber auch Neues wachsen. Diese Erde erinnert da-ran, dass unser Planet Heimat aller Geschöpfe ist und uns als Lebensraum anvertraut ist. 

DIE STEINE 

Die Steine waren in der Erde aus Jerusalem enthalten. 12 Steine als Zeichen für die 12 Apostel, die 12 Stämme Israels, die das Land bebauten und die 12 Monate wurden in das Bild hineingesetzt als „Stol-persteine“, an denen wir uns reiben und Entscheidungen reifen lassen können. 

DER RING 

Der Ring als Symbol des Himmels und der Unendlichkeit enthält in sich Anfang und Ende. Er symbolisiert hier Gottes unbedingte Zusage seiner Liebe, die allen Menschen und in besonderer Weise den Ausge-grenzten gilt. Gold ist der wertvollste Grundstoff und drückt Gottes Herrlichkeit aus. 

DAS HAUS 

Unser „gemeinsames Haus“ im Zentrum ruht geborgen in der Liebe Gottes. Es ist unfertig als Zeichen dafür, dass wir alle daran bauen und Lösungen für die derzeitigen Krisen finden müssen. Das Haus ist aus Erde vom Garten Gethsemane geformt. 

DIE SCHRIFT 

Ins Blau hat der Künstler geheimnisvolle Schriftzeichen gesetzt, die wir entschlüsseln können. Sie sind eingerahmt von einem roten Kreuz und den griechischen Anfangsbuchstaben für Jesus Christus: IX. Das Unendlichkeitszeichen ist zur 8 aufgestellt: Gott hat uns als aufrechte Menschen geschaffen, die Verant-wortung übernehmen. 

DIE FIGUR 

Die Figur, Mann oder Frau, ist bekleidet in rot-blaues Textil und nicht mehr nackt wie im Paradies. Sie hat Kontakt zur Erde und öffnet die Arme zum Himmel. So überschreitet sie die Grenzen des Bildes. Die geschwungene Edelstahl-Stange mit eingekerbtem Christus-Zeichen hat die Form einer offenen Schale: der Mensch nimmt Gottes Wort auf und trägt es weiter. In der Zusage der Liebe Gottes wird sein Schatten hell. 

Dr. Claudia Kolletzki, MISEREOR 

ES IST VOLLBRACHT, 8. März 2019

Kreuzweg Luise Theil
Kreuzweg Luise Theil

Die Kunsthandwerkerin aus Wiehl führt uns mit ihren Collagen durch die Leidensgeschichte Jesu – von seiner Verurteilung bis zur Grablegung und darüber hinaus zur Auferstehung: Jesu Sieg über Leid und Tod.

Luise Theill hat für zahlreiche Kirchen und Einrichtungen in der Evangelischen Kirche im Rheinland Antependien und Bildteppiche in Stoffcollagetechnik geschaffen hat. Auch die katholische Kirche in Gummersbach, St. Fanziskus, erfreut sich eines Antependiums von Luise Theill. 

Bei ihrem Kreuzweg handelt es sich um einen Zyklus von Scherenschnitten, die durch hinterlegte Streifen in Beige- und Braun-, Rot- und Violett-, dazu Goldtönen (teil)koloriert sind. Der Zyklus enthält die vierzehn nur teilweise biblisch belegte Kreuzwegstationen der römisch-katholischen Tradition, dazu das Bild „Auferstehung“.

Jeder der Bildtafeln hat Luise Theill eine einfühlsame Betrachtung an die Seite gestellt, die die biblische und nachbiblische Passionstradition im Dienst einer existenziellen Begegnung mit Jesus auf seinem Leidensweg erschließt. Wie in der römisch-katholischen Kreuzwegfrömmigkeit kommt zur bildlichen Darstellung und zum betrachtenden Text als Drittes ein Gebet zu jeder Station hinzu. 

Als Verfasserin dieser Gebete hat Luise Theill fünfzehn Frauen und Männer gewonnen, die zum größer en Teil der Evangelischen Kirche angehören, zum Teil aber auch der Römisch-katholischen Kirche und verschiedenen Freikirchen und Kommunitäten.

Bilder, Betrachtungen und Gebete liegen, mit einer Einführung und einem Bibelstellenregister versehen, in der Broschüre „Kreuzwegstationen Luise Theill“ gedruckt vor.

CON-FLUERE Workshop mit Jugendlichen, 18. November 2018

Workshop mit Jugendlichen
Workshop mit Jugendlichen

Wer bin ich? Wer bist du? Wer sind wir? Wer ist Gott? Wie kann ich mich ihm nähern? Wie inszeniert jede und jeder seine Person? Was ist die Bühne? Große Fragen, die uns tagtäglich umtreiben, mal mehr, mal weniger.

Der tägliche Versuch, in Gott ich, du und wir zu werden. Ein Workshop, der es in sich hat und spannend ist wie das Leben. Ein Angebot für Jugendliche auf der Suche.

IN SEHNSUCHT EINGEHÜLLT (Konzertlesung), 5. Oktober 2018

Konzertlesung Literatur trifft musikalische Avantgarde
Konzertlesung Literatur trifft musikalische Avantgarde

Wenn Ute Kaiser ihre Stimme erhebt, mit ihrer Stimme quasi in den Text von Selma Meerbaum-Eisinger hineingeht und ihren Worten von innen Stimme und Stimmung verleiht, steht die Zeit still. Denn dann bin ich „ … in Sehnsucht eingehüllt“. 

Klaus Kugel mit seinem Schlagwerk und Granseigneur Gerd Dudek auf dem Saxophon verschwinden geradezu im Text, wenn sie den Worten einen musikalischen Ausdruck verleihen. Wir werden entführt eine Welt von Texten, Gedichten vermittels archaisch-avantgardistischer Musik, die uns in sakrale Klangräume entführt. Dieser Abend wird mitreißen und faszinieren.

KLANGKUNST, 7. September 2018

Klangkunst mit Geflüchteten
Klangkunst mit Geflüchteten

Das bekommt man nicht so schnell zu hören. Selbst gebaute und neu erfundene Instrumente aus Stein, Metall und Glas. Töne, Geräusche und Klangeindrücke, die in pentatonischer Stimmung gebaut zwar unseren Hörgewohnheiten entsprechen, aber andere Spielmöglichkeiten schaffen.

Total faszinierend, wenn Geflüchtete darauf Musik aus ihrer Heimat spielen und in einem Konzert mit hiesigen Chören zusammenspielen. Gänsehaut, ein unglaubliches Hörerlebnis. Im wahrsten Sinn des Wortes Un-Erhörtes und alle können wie leicht mitspielen.

GÄLISCHE NACHT, 12. Mai 2018

Gälische Nacht
Gälische Nacht

Marienlieder in einer Sprache, die so gut wie keiner von uns versteht, die nur wenige von dieser Sprache je gehört haben? Schottisch-gälisch? Keine Chance, den Inhalt zu verstehen, nur die Form, den Ausdruck, das Gefühl und die Kraft einer wunderbar berührenden keltischen Sprache und Gesangs.

Das dadurch vermittelte Lebensgefühl zeiht viele Menschen an. Hier kommen Marienlieder ganz anders in den Sinn, in das Herz. Sie berühren. Dann ändert sich das Bild von Maria. Dann ändert sich das Bild der Gottesmutter. Maria in einer neuen Erfahrung, einer neuen Form, einer Sprachform, einem Gefühl, einer Kraft. Die Gälische Nacht verheißt Tiefe und Ergriffenheit.

HERAUSFORDERUNGEN DER +CulturKirche Oberberg, 11. März - ca. 12:30 Uhr

Herausforderungen der +CulturKirche Oberberg, Vortrag
Herausforderungen der +CulturKirche Oberberg, Vortrag

Prof. Dr. Frank Günter Zehnder wird mit seinem Vortrag Wegmarken der +CulturKirche Oberberg setzen, die auch auf die kirchlichen und gesellschaftlichen Veränderungen reflektieren. Welche Rolle wird Kirche, welche Kultur einnehmen? Wie ist ihr Verhältnis zu begreifen, wie es konstruktiv zu gestalten? Vielleicht geht es aber auch schon nicht mehr um Rollen, sondern viel grundlegender um spirituelle und kulturelle Haltungen. Vielleicht geht es künftig um die Haltungen jedes einzelnen? Vielleicht geht es künftig um ein neues Wir, ein neues Du, ein neues Ich. Spiritualität und Kultur? Spiritualität als Kultur? Kultur als Spiritualität? Dies und mehr dürfen wir im Vortrag erwarten.

Das spirituelle und kulturelle Selbstverständnis zur Eröffnung der +CulturKirche Oberberg, 11. März 2018

Eröffnung +CulturKirche Oberberg 11.03.2018
Eröffnung +CulturKirche Oberberg 11.03.2018

Kreisdechant Pastor Christoph Bersch wird die +CulturKirche Oberberg im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes eröffnen. Hauptzelebrant und Prediger wird Prälat Josef Sauerborn sein, Künstlerseelsorger im Erzbistum Köln. 

Den Gottesdienst wird der Figuralchor aus Köln musikalischen gestalten. Die +CulturKirche in Osberghausen verleiht dem katholischen Leben im Oberbergischen Kreis ein deutliches Profil in ihrem spirituellen und kulturellen Selbstverständnis.